Zero-Day-Schwachstelle in Management-Konsole von SonicWall
- Warnmeldung

© Adobe Stock
RCE-Angriff und vollständig Kompromittierung möglich
Betroffen ist die Version 12.4.3-02804 der SonicWall SMA 1000 Serie und alle früheren Versionen. Angreifende sind durch die Sicherheitslücke in der Lage, einen RCE-Angriff (Remote Code Execution) auszuführen. Dies kann eine vollständige Kompromittierung verwundbarer Systeme zur Folge haben.
SonicWall und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor dieser Sicherheitslücke. Die Lücke hat die Kennung CVE-2025-23006 und einen CVSS-Base-Score von 9.8/10.
Bewertung des BSI
Exponierte Management-Schnittstellen sind grundsätzlich eine große Bedrohung für die IT-Sicherheit. Angreifende können solche Zugänge ausnutzen, um gezielt nach Sicherheitslücken zu suchen, sich Zugriff auf weitere IT-Programme zu verschaffen und das IT-Netzwerk zu kompromittieren.
Durch einen Anstieg des mobilen Arbeitens (sog. Homeoffice) in den letzten Jahren ist die Verbreitung von Lösungen, die einen sicheren Fernzugriff ermöglichen, auch gewachsen. Deshalb sind Sicherheitslücken in diesen Produkten attraktive Ziele für Cyber-Angriffe.
Empfehlungen des BSI
Beachten Sie die Empfehlungen des BSI:
- Aktualisieren Sie SMA-1000-Geräte schnellstmöglich mit dem Patch 12.4.3-02854 oder höher.
- Schränken bis zur Aktualisierung den Zugriff auf die betroffene Management-Konsole ein.
- Erlauben Sie nur vertrauenswürdigen Quellen den Zugriff auf die Appliance Management Console (AMC) und auf die Central Management Console (CMC).
- Da Angriffsversuche vermutlich bereits laufen, überwachen Sie SMA-1000-Firewalls verstärkt auf Anzeichen einer Kompromittierung. Kompromittierungsindikatoren (IoC: Indicator of Compromise) sind bislang allerdings nicht bekannt.