Die Landesbehörde für Cybersicherheit in Baden-Württemberg

Manipulierbarer Anmeldeprozess durch Sicherheitslücke in Fortinet VPN

- Warnmeldung

Die CSBW warnt vor einer kritischen Schwachstelle in Fortinet VPN, die Sicherheitsforschende des Unternehmens Pentera nachgewiesen haben. Pentera informierte den Hersteller Fortinet, dieser reagierte jedoch bisher nicht auf die Entdeckung.
Fortinet-Logo auf Tablet-Bildschirm

© Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com

Sicherheitslücke verschleiert Brute-Force-Attacken

Ein Sicherheitsforschungs-Team des IT-Sicherheitsunternehmens Pentera veröffentlichte am 21. November 2024 einen Bericht zu einer kritischen Schwachstelle im Fortinet VPN. Die Lücke hat bisher weder eine CVE-Kennung noch einen CVSS-Score, wird aber von Pentera als kritisch eingestuft. 

Die Sicherheitslücke betrifft den Anmeldemechanismus des Fortinet-VPN-Servers. Die Lücke ermöglicht Angreifenden, den Anmeldeprozess über die Schwachstelle so zu manipulieren, dass erfolgreiche Authentifizierungen nicht vom System geloggt werden. Durch die lückenhaften Protokolle ist nicht nachvollziehbar, ob ein Brute-Force-Angriff erfolgreich war oder nicht und er wird dadurch verschleiert.

Pentera zufolge informierte das Sicherheitsforschungs-Team den Hersteller Fortinet über die Sicherheitslücke und die Problematik. Eine Reaktion von Fortinet hierzu sei jedoch noch ausstehend. Weiter stellte Pentera einen Proof-of-Concept (PoC) zur Schwachstelle bereit, anhand dessen sich der Angriffsweg nachvollziehen lasse.

Empfehlungen von Pentera

  • Implementieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) im Fortinet VPN und in allen damit verbundenen Systemen.
  • Überwachen Sie die Authentifizierungsprotokolle des Fortinet VPN engmaschig und kontinuierlich. 
  • Setzen Sie, wenn möglich, eine Web Application Firewall (WAF) ein.