Die Landesbehörde für Cybersicherheit in Baden-Württemberg

VPN- und Netzwerkkomponenten als Schwachstelle

- Warnmeldung

Aufgrund von Erkenntnissen aus aktuellen Cyber-Angriffskampagnen weist der Landesverfassungsschutz auf Schwachpunkte in VPN- und Netzwerkkomponenten hin. Um die Angriffsfläche zu verringern, sollten Betreiber die verfügbaren Patches rasch einspielen.
Fahne vor Gebäude des Landesamts für Verfassungsschutz

© LfV Baden-Württemberg

Sicherheitslücken ausgenutzt

Den Erkenntnissen des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV BW) liegt eine gemeinsame Veröffentlichung von FBI und CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) zugrunde. Darin decken die beiden US-amerikanischen Behörden Vorgehensweisen von Cyberkriminellen in aktuellen und vergangenen Angriffskampagnen auf. Ziel der Kampagnen waren US-amerikanische Telekommunikationsanbieter. Demnach nutzten die Angreifenden für das Eindringen in IT-Systeme Schwachstellen in folgenden Produkten:

  • Ivanti Connect Secure VPN (CVE-2023-46805, CVE-2024-21887)
  • Fortinet FortiClient (CVE-2023-48788)
  • Sophos Firewall (CVE-2022-3236)
  • Microsoft Exchange Server (CVE-2021-26855, CVE-2021-26857, CVE-2021-26858, CVE-2021-27065)

Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg (LfV BW) weist in seinem Webauftritt auf die gemeinsame Veröffentlichung von FBI und CISA hin.

Empfehlungen des LfV BW

Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Die genannten VPN- und Netzwerkkomponenten sind immer wieder Angriffsziel. Spielen Sie deshalb speziell bei diesen Geräten Sicherheitsupdates und Patches rasch ein.
  • Nutzen Sie die verfügbaren IoCs und Yara-Regeln, um mögliche Anzeichen einer Kompromittierung frühzeitig zu entdecken.